Copymuseum Fotomontage 2012  
COPYMUSEUM 2017  
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DAS MUSEUM FÜR FOTOKOPIE-PROJEKT
1985 – 1999

Das Museum für Fotokopie-Projekt startete als private Initiative am 29. März 1985 in Mülheim an der Ruhr. Damals umfasste die Sammlung 22 Kopiergeräte und wurde zusammen mit den wechselnden Copy Art-Ausstellungen auf nur 54 qm präsentiert. Das Foto zeigt das hintere Zimmer mit Copy Art von Jürgen O. Olbrich aus Kassel, der zu den Künstlern der Eröffnungsausstellung gehörte. (Foto: Hans-Joachim Peters-Jochum)

Copy-Museum Eroeffnung 1985 - im Bild Copy Art von J. O. Olbrich

Sammlungs- und Forschungstätigkeit gingen Hand in Hand mit der Durchführung von Ausstellungen und Aktionen. Nach drei Jahren zog das Museum in eine frühere Schreinerei in die Mülheimer Altstadt um. Nun standen drei Etagen und separate Büroräume mit insgesamt 240 qm zur Verfügung. Im August 1988 fanden die Eröffnung mit "Electrografias" des spanischen Künstlerduos Alcanales und kurz darauf das Interview mit der Erfinderin Dr. Edith Weyde in Kürten statt. Für das von Minolta 1988 veröffentlichte Buch „Kopieren heute“ schrieb ich den technikgeschichtlichen Teil. Drei Jahre später erschien mein Buch „Copy Art - Kunst und Design mit dem Fotokopierer“ bei DuMont. Als erstes deutschsprachiges Buch zu diesem Thema enthielt es außerdem die erste Zusammenfassung der Entwicklung der Fotokopiertechnik. 1992 wurde die Museums-Sammlung beinahe vollständig im Rahmen der „Trivial Machines 1“ im Karl-Ernst-Osthaus-Museum in Hagen ausgestellt, das untere Foto von Klaus Siepmann zeigt die Installation "kleines Orchester" im ursprünglichen Folkwangmuseum. 1994 folgte mit dem Buch „Elektrografie - Analoge und digitale Bilder“ eine weitere Dokumentation der Museumsarbeit. Da das Sammlungsziel des Museums, die Anfänge der modernen analogen Fotokopie bis hin zur ersten Generation digitaler Kopierer zu dokumentieren um 1997 fast erreicht war, wurde ein Platz für die komplette Sammlung gesucht. Letztlich zeigte das Museum für Verkehr und Technik in Berlin, das zuvor bereits Teile der technischen Sammlung gezeigt hatte, Interesse. Seit 1999 ist dieTechnik-Sammlung mit rund 100 verschiedenen Meilensteinen der Fotokopie-Geschichte, Archiv und Bibliothek im Depot des Deutschen Technikmuseums untergebracht. Es handelt sich mit einiger Sicherheit um die weltweit einzige firmenübergreifende Sammlung zur Geschichte der modernen Fotokopie.

Trivial Machines 1 - Osthaus-Museum 1992

Nach Beendigung des Museumsprojekts widmete ich mich dem Erfinder der Xerografie, Chester F. Carlson, schrieb dessen erste deutschsprachige Biografie und arbeitete ein Remake der ersten Xerografie von 1938 aus. Beides wurde 2008 zum 70. Jahrestag der Erfindung im Mülheimer Büromuseum vorgestellt.

Aktuell steht die Erfinderin der Blitzkopie, Dr. Edith Weyde, im Fokus meiner Recherche. Von allen Erfindern im Bereich der modernen Fotokopie zählt sie, gemeinsam mit Chester Carlson, zu den prägenden Persönlichkeiten deren Lebensgeschichte und Werk für die Nachwelt unbedingt erforscht, aufgezeichnet und erhalten werden sollte.

 
 

 

"Minutenbilder" Aufsatz zur Geschichte der schnellen Bilder und Kopien.

"Pictures in Minutes" Essay on the history of instant images and copies.

Der Text aus dem Buch über Edith Weyde kann als PDF-Datei für Bildungszwecke hier in deutscher und englischer Sprache herunter geladen werden.

The text from the book on Edith Weyde is available as PDF for educational purposes in German and English.

Edith Weyde-Vortrag am 27.1.2017, 19 Uhr in BBK-Kunstforum, Birkenstr. 47, 40233 Düsseldorf

Im Rahmen der Ausstellung "Schnell - schneller- sofort" fand der Vortrag über Edith Weyde und ihre Erfindungen statt. Aus der Sammlung des Museums für Fotokopie wurden rund 20 Copy-Selfies gezeigt. Die BesucherInnen konten eigene Selfies mit dem Kopierer machen.

"Minutenbilder" Eine Ausstellung im Rahmen des Shiny Toys-Festivals wurde am 17.11.2016 eröffnet.

In den Räumen des Makroscope e.V. wurde internationale Copy Art und die Geschichte der modernen Fotokopie präsentiert. Ein weiteres Highlight war die Vorstellung des ersten Buches zu Leben und Werk von Edith Weyde: Mehr Infos sind hier zu finden: MINUTENBILDER

Edith Weyde-Vortrag am 27.10.2016, 19 Uhr in Leverkusen

Das Portrait der Agfa-Chemikerin findet als multimrdialer Vortrag im Haus der Stadtgeschichte Villa Römer statt, Haus-Vorster-Str. 6, 51379 Leverkusen, Gebühr 5 Euro Besten Dank an das Katholische Bildungswerk, das Frauenbüro und das Haus der Stadtgeschichte. Wie eine Blitzkope mirt Agfa Copyrapid gemacht wurde, zeigt ein Video in englischer Sprache: Blitzkopie

Buch-Tipp: Processes: The Artist and the Machine. Reflections on the historical Media Art. Beatriz Escribano Belmar

Das spanische MIDE Museum für Elektrografie an der Universität Castilla-LaMancha in Cuenca verfügt über eine grosse Sammlung von Medienkunst. Die Verfasserin gibt einen Einblich in die vielfältige Welt der Copy-. Fax- und Video-Art. Spanisch/Englisch, 294 Seiten, ISBN 978-84-9044-195-4, 20 Euro.

Edith Weyde und die Blitzkopie - Eine Erfinderin aus dem Rheinland veränderte die Welt

Zum multimedialen Portrait der Erfinderin, mit Experimentalvortrag und Ausstellung um 17.30 Uhr am Girls' und Boys' Day 28. April 2016 laden wir herzlich ein. Einlass 17 Uhr - Eintritt frei. Dauer bis Ende Mai - donnerstags von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

BUCHTIP: "Adjusted margin - xerography, art and activism in the late twentieth century" von Kate Eichhorn

Erschienen in Amerika bei der MIT Press des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, ISBN 978-0-262-03396-1. Eine inhaltliche Besprechung folgt.

AUSSTELLUNGSTIP Arcadia University Art Gallery: Pati Hill :Photocopier

Noch bis zum 24. April 2016 zeigt die Kunstgalerie der privaten Arcadia Universität eine Ausstellung mit Werken von Pati Hill. Die Künstlerin starb vor zwei Jahren im Alter von 93 Jahren in ihrem Wohnort Sens/Frankreich. Die von Richard Torchia initierte Ausstellung gibt die erste Retrospektive des copygrafschen Werks der gleichermaßen als Autorin wie als Künstlerin bekannt gewordenen Schöpferin eines der Highlights der Copy Art "The Swan Song". Zur Website geht's HIER

Stuttgart: Ein Abend für albrecht/d.

Am Freitag, 04.12.2015 wird um 19 Uhr von Weggefährten des 2013 verstorbenen Künstlers präsentiert, eine Ausstellung mit dessen Arbeiten eröffnet. Wo? Iim Württembergischen Kunstverein in Stuttgart.. Mehr Informationen gibt es hier.

CORNUCOPIA {refilled} von Vittore Baroni

Vor 30 Jahren startete Vittore Baroni CORNUCOPIA. Er forderte die Adressaten seines Mail Art-Netzwerks auf, das beilgelegte Bild eines Füllhorns mittels Kopierer zu verändern und an ihn zurück zu senden. 123 Beiträge aus 21 Ländern waren das Ergebnis. Wir zeigen die Fotokopien von 1985 und den neuaufgelegten Katalog im Postkatenformat. Dazu gibt es eine kleine aktuelle Feldforschung zum symbolträchtigen Füllhorn.

Zur Eröffnung der Ausstellung des Copy und Mail Art-Projekts laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ins Makroscope ein: Am Freitag, 30.10.15, um 18.30 Uhr, Einlass ist ab 18.00 Uhr. Die Ausstellung kann täglich nach Vereinbarung und donnerstags von 15 bis 18 Uhr besucht werden. Sie läuft bis zum 15.11.2015.

Electrophotography:
Charles Arnold jr., Tom Carpenter, Joel Swartz

Ab dem 21. 8.2015 zeigt das Makroscope Werke von drei amerikanischen Künstlern aus Rochester N.Y.
Arnold und Swartz gehören zu den Pionieren der Copy Art, alle drei Künstler nutzten und nutzen die ersten, noch handbetriebenen XeroX-Kopierer in ihrer Arbeit.
Tom Carpenter wird anwesend sein und am SA/SO jeweils einen Workshop geben. Mit von der Partie: Die beiden frühesten XeroX-Kopierer aus der Sammlung des USEums. Beginn um 14 Uhr.

Wir laden herzlich zur Eröffnung ein, am Freitag, 21.8.2015 um 18 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 13.9. - geöffnet SA/SO 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

Doppel-Ausstellung "O.C.D." mit Arbeiten von Mario Santoro-Woith am 24.3., Eröffnung um 18 Uhr im Medienhaus und anschließend im Makroscope

Der italienische Künstler nutzt seit vielen Jahren mit einer ganz eigenen Handschrift Kopiergeräte zur finalen Bildbearbeitung seiner fotografischen Werke. Santoro kreiert zum einen herausragende Künstlerbücher und sucht zum anderen die Auseinandersetzung mit dem großen Format. Dabei bringt er immer wieder die für technische Zeichnungen und Pläne konzipierten Apparate an den Rand ihrer Möglichkeiten.
"O.C.D." ist ein Gemeinschafts-Projekt von Medienhaus und Makroscope. Einlass ins Medienhaus ist ab 17.30 Uhr. Die Schau befindet sich in der 3. Etage und läuft bis zum 29.4.2015. Öffnungszeiten Medienhaus: MO bis FR von 10 bis 18.30 Uhr und SA von 10 bis 14 Uhr. Im Makroscope nach Vereinbarung: Kontakt unter info (at) urbons.de

Nacht der Wissenschaft mit Lichtpaus-Labor

Am 29.11.14 fand im Heinz Nixdorf MuseumsForum die Nacht der Wissenschaft mit zahlreichen Highlights statt. Mit von der Partie: Unser Lichtpaus-Labor, das bei den kleinen und großen Lichtpaus-Laboranten auch in Paderborn sehr gut ankam. Und wir waren froh - ganz analog - dabei zu sein.

Copy-Workshops und Lichtpaus-Labor 2014

In Kooperation mit der Camera Obscura fand im Makroscope ein Copy-Workshop mit Schülern der Gustav-Heinemann-Schule statt, bei dem alle Beteiligten ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Und zum Sommerfest des Mülheimer Kunstmuseums und Medienhauses ging unser neues Lichtpaus-Labor in die Vollen: Die kleinen und großen "Laboranten" zeigten keinerlei Berührungsängste mit der alten, schönen "Kunst der Pause". Unseren Flyer findet man HIER.

Franz John aus Berlin berichtete über seine Copy-Filme und zeigte aktuelle Arbeiten

Im Makroscope, 45468 Mülheim, Friedrich-Ebert-Str. 48, gegenüber vom Rathausturm – präsentierte Franz John am 30.5.2014 zwei seiner Copy-Filme der 80er-Jahre und gab den zahlreichen Zuhörern einen Einblick in seine aktuellen Arbeiten mit Farbstoff-Solarzellen.

XEROGRAPHY – eine tolle Ausstellung bei FirstSite in Colchester

Ebenfalls zum Xerografie-Jubiläum fand in England eine Ausstellung statt, die sich fundiert mit Kunst und Kopierern befasste: Von Pionieren wie Mail-Artist Ray Johnson und Copy-Artistin Barbara T. Smith, über den europäischen Farbkopier-Pionier Laurie-Rae Chamberlain, zu Thomas Bayrle, David Hockney, Sigmar Polke, Wolfgang Tillmans und Rosemarie Trockel – um nur einige bekannte der 41 Künstler zu nennen – bis hin zu aktuellen Werken und Positionen wurde ein breites Spektrum von Werken präsentiert. Der Katalog, im typisch schwarz-weißen Copy-Look gestaltet kann bei FirstSite bestellt werden.

22.10.13 Die Xerografie wurde 75 Jahre

Zum Xerografie-Jubiläum hatte ich im Makroscope den Experimental-Vortrag aus dem HNF wiederholt. Jan Ehlen steuerte eine tolle Life-Animation bei – und vielen Teilnehmer machte es Spaß, ihre eigenen Blaupausen und Ur-Xerografien zu kreieren.

REVIEWS:
MAGIE DER KOPIE
75 Jahre Fotokopierer Experimentalvortrag im HNF in Paderborn:
Am 15.10.2013 hielt ich im Heinz-Nixdorf-MuseumsForum einen Vortrag zum 75. Jahrestag der Erfindung der Xerografie durch Chester F. Carlson. Während des Vortrags zu Prinzip und Techniken der Kopie in der Kommunikation führte ich einige Experimente aus der Geschichte vor: Kopierpresse, Silbersalze und Farbstoffe, Cyanotypie und die ersten Xerografien von Carlson und Kornei. Die Mehrzahl der Besucher experimentierten im Anschluß mit Begeisterung und Erfolg.
Dr. Stein vom HNF steuerte einige rare Kopier-Apparate aus der grossartigen HNF-Sammlung bei
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Vortrag über Chester F. Carlson im Design-Forum der HS Anhalt in Dessau
Am 10. April 2013 konnte ich den Studenten des Fachbereichs Design vom Leben und Werk Carlsons berichten und zugleich das Astoria-Experiment vorführen. Im Anschluss wurde von der Möglichkeit dieses selbst zu erproben reger Gebrauch gemacht. Für die Einladung von Klaus Pollmeier und das große Interesse möchte ich mich bedanken. Es hat Spaß gemacht!

transmediale 2013 BWPWAP zeigte eine Retrospektive des Werkes von Sonia Sheridan. Der Blog "Der Freitag" berichtete über ihren Beitrag. Einige ihrer Arbeiten habe ich bereits 1992 in der Ausstellung "Trivial Machines" im KEOM Hagen gezeigt. Der Umschlag meines Buches "Elektrografie" zeigt eine Arbeit von Sonia. Hier ist ein Interview mit dem Kurator Jacob Lillemose zu sehen. Ein zweites hier.

Vittore Baroni steuerte das Mail-Art-Projekt PNEUMAtic circUS bei: Über 100 Kunst-Kapseln zirkulierten in einem, von OCTO und den Telekommunisten geschaffenen Rohrpost-Netzwerk. Hier sind die "Instruktions-Videos" für meinen Beitrag zum Pneumatischen Zirkus.

Interview mit Edith Weyde am 11.08.1988
Dr.-Ing. Edith Weyde (1901 – 1989), die Erfinderin des sogenannten "Blitzkopie"-Verfahrens erzählte rund eine Stunde lang von ihrer Entdeckung und den Anfängen der modernen Fotokopie im Jahr 1949. Videoclip ansehen!

 


 

 
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